Status Quo Prozessmanagement 2006/2007 – Prozessmanagement hat auch in 2007 Priorität

Köln, Februar 2007 – Die Umfrage wurde im Zeitraum Oktober bis Dezember 2006 im gesamten deutschsprachigen Raum in Zusammenarbeit mit der FH Bonn-Rhein-Sieg durch das Kölner Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement zum vierten Mal durchgeführt. Begleitet haben die Studie in Österreich die TU Wien und für den Branchenbereich „Finanzdienstleister“ in Deutschland und der Schweiz die Unternehmensberatung Acrys Consult GmbH & Co. KG.  Die Studie hat zum Ziel, den Status Quo zu diesem wichtigen Thema, seine Nutzenaspekte und Vorteile sowie Erkenntnisse über die Herangehensweisen zu ermitteln. Insgesamt haben sich 185 Unternehmen aus Deutschland (128), Österreich (44) und der Schweiz/Liechtenstein/Luxemburg (13) an der Online-Umfrage beteiligt.

Einstufung von GPM als Thema
Kernfrage zum eigentlichen Umfragebezugspunkt GPM ist, inwieweit die Themenrelevanz, die sich in den bisherigen Umfragen der vergangenen Jahre eindeutig aufgezeigt hat, weiterhin in den Unternehmen gegeben ist. Sowohl hinsichtlich der bereits vorhandenen und gemachten Erfahrungen als auch der Aktualität bleibt GPM für die meisten Unternehmen ein sehr prägnantes Thema. Fast 85% der Umfrageteilnehmer geben an, bereits Praxiserfahrungen mit GPM gemacht zu haben. Insofern ist für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben im Umfeld von GPM eine breite Ausgangsbasis vorhanden. Mit einem gleichfalls sehr hohen Wert von 75% wird das aktuelle Interesse sogar als „Sehr wichtig“ eingestuft. Dieses stellt im Vergleich zum Vorjahr (55%) nochmals eine deutliche Beschleunigung der Gewichtungszuordnung dar. Damit wird GPM offensichtlich zunehmend zu einer der etablierten Kernmethoden in Unternehmen. Bei einer differenzierten Länderbetrachtung fällt auf, dass Unternehmen aus Deutschland (81%) bei der Einstufung „Sehr wichtig“ im Vergleich zu beiden anderen Ländern (Schweiz, Österreich – 63%) deutlich intensiver in der Beurteilung sind.

Status Quo Prozessmanagement 2006 – Finanzdienstleister 
Wie in den Vorjahren stufen fast alle Teilnehmer das Thema Prozessmanagement als sehr wichtig oder wichtig ein. Dem gegenüber steht aber auch eine anhaltende, latente Zurückhaltung bei der methodischen und konsequenten Prozessorientierung in den Instituten. Dies verdeutlicht sich insbesondere durch das Festhalten an einer überwiegend funktionsgetriebenen Aufbauorganisation.

Damit muss insgesamt eine gewisse Stagnation im Thema festgestellt werden. Tendenziell verfestigen sich die Trends bei der Analyse der Teilnahmeergebnisse. Aber immerhin 45,8% der Institute planen für 2007 ein umfangreiches Projekt zur Verbesserung der Geschäftsprozesse. Den „ großen Wurf“ hin zu einer umfassenden Prozessorientierung wagt dabei wahrscheinlich kein Institut, wohl aber wird an der Optimierung einzelner (Kern-) Prozesse gearbeitet.

Schwerpunkte
Die Schwerpunkte bei den Zielsetzungen der Prozesssteuerung in 2007 liegen wie im Vorjahr auf einer aktiveren Kapazitäts- und Ressourcensteuerung (46,6 %). Aufgestiegen ist aber  die Verminderung bzw. Vermeidung von Risiken mit 41,4 % auf Platz 2. Zugleich hat auch die Integration von Geschäftsprozessmanagement in die strategische Unternehmenssteuerung stark an Gewicht gewonnen. Dies unterstreichen 86% der Teilnehmer mit der Einschätzung, dass die Basel II-Vorschriften zu Operationellen Risiken auch einen positiven Einfluss auf die Prozesseffizienz haben. Kostenaspekte sind hieran gemessen, auch im Vergleich zu den Vorjahren, in den Hintergrund getreten.

Das Gesamtergebnis finden Sie HIER. Die  Ergebnisse der Finanzdienstleister finden Sie HIER.

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